Abrüstung beim Bundesheer: Was am letzten Tag wirklich passiert

Sechs Monate Grundwehrdienst enden nicht mit einem Knall, sondern mit Formularen. Wer weiß, was am letzten Tag ansteht, kommt schneller raus und ärgert sich weniger. Hier der Überblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn jede Kaserne handhabt Details anders.

Die Ausrüstung geht zurück

Der größte Brocken. Alles, was dir ausgegeben wurde, muss wieder her: Uniform, Stiefel, Helm, Feldflasche, Marschgepäck, Schlafsack, das gesamte Kleinzeug. Vollständig und in einem Zustand, der akzeptiert wird.

Der häufigste Fehler: zu spät anfangen. Wer erst am Vorabend zusammensucht, findet garantiert etwas nicht. Geh die Liste eine Woche vorher durch, während du noch Zeit hast, Fehlendes zu klären. Fehlteile können dich Geld kosten.

Die Papiere

Du bekommst Dokumente, die du später brauchst – unter anderem den Nachweis über den geleisteten Dienst. Den fragen Arbeitgeber, Behörden und manchmal auch Versicherungen ab, und zwar noch Jahre später.

Fotografier alles ab, bevor du die Kaserne verlässt. Ein Foto in der Cloud hat schon vielen den Weg zurück ans Amt erspart. Das Original gehört danach zu den Dokumenten, die man nicht in der Schublade verliert.

Das Spind ausräumen

Klingt banal, dauert aber länger als gedacht. In einem halben Jahr sammelt sich mehr an, als in die Tasche passt, mit der du gekommen bist. Bring etwas Größeres mit oder räum in Etappen vor.

Die Kameraden

Der Teil, den fast alle unterschätzen. Ihr habt sechs Monate auf engem Raum verbracht, und am letzten Tag geht jeder in eine andere Richtung – oft in ein anderes Bundesland.

Tauscht Nummern aus, macht ein Gruppenfoto, legt eine Gruppe an, solange noch alle beisammen sind. Wer das auf später verschiebt, verliert erfahrungsgemäß die Hälfte der Kontakte.

Was danach kommt

Der Grundwehrdienst endet, die Wehrpflicht nicht. Als Milizsoldat kannst du zu Übungen herangezogen werden. Wie das künftig genau aussieht, hängt von der geplanten Wehrdienstreform ab – dazu haben wir einen eigenen Beitrag.

Kurzfristig heißt es aber vor allem: ausschlafen, normal essen, selbst entscheiden, wann der Tag anfängt. Die ersten Wochen draußen fühlen sich für die meisten ungewohnt gut an.

Die Feier

Fast alle machen etwas – vom Bier mit zwei Leuten bis zum großen Abend mit dem ganzen Freundeskreis. Wenn du willst, dass die Leute dich am richtigen Tag richtig einordnen, hilft ein Shirt, das keine Erklärung braucht.

Unsere Abrüstershirts sind genau dafür gemacht. Ein Hinweis zur Planung: Sie werden erst nach der Bestellung gedruckt und brauchen fünf bis zehn Werktage. Bestell also mindestens drei Wochen vor deinem Termin, damit es sicher rechtzeitig da ist.

Und die Lage?

Die steht am letzten Tag auf null. Wer bis dahin mitgezählt hat, weiß, wie lange es gedauert hat. Wer noch mittendrin ist und nicht im Kopf rechnen will: Die LageApp übernimmt das – und bei Lage 30 wartet ein Gutschein für den Shop.

Hinweis: Abläufe unterscheiden sich je nach Kaserne und ändern sich über die Zeit. Verbindliche Auskunft gibt dir immer deine Einheit.